Der OdF-Tag im Westen: Verbote, Isolation und Selbstbehauptung
In den fünfziger Jahren hält die VVN - unterstützt von der SED und der KPD - die Tradition des OdF-Tages in Westberlin und Westdeutschland aufrecht. 1951 werden der gesamtdeutsche Rat der VVN sowie einzelne Landesvereinigungen verboten, 1959 stellt die Bundesregierung den Antrag, die "Verfassungswidrigkeit der VVN" festzustellen. Dies begründet zahlreiche Verbote von Gedenkfeiern der VVN zum OdF-Tag und polizeiliche Auflagen. Dennoch finden in dieser Zeit an vielen Orten eindrucksvolle Kundgebungen statt. 1962 platzt der Verbotsprozess gegen die VVN vor dem 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts wegen der Nazi-Vergangenheit des Senatspräsidenten. Das Verfahren wird daraufhin stillschweigend eingestellt. Damit enden Kriminalisierung und Repression.
Bald darauf gerät der OdF-Tag jedoch weitgehend in Vergessenheit. Die Anlässe, zu denen Antifaschisten in der Bundesrepublik der Opfer des Faschismus gedenken und vor einem Wiedererstarken des Neofaschismus warnen, verschieben sich auf Jahrestage wie den 30. Januar, den 8. Mai, den Antikriegstag und den Jahrestag der Reichspogromnacht. Lediglich in einzelnen Städten führt die VVN den OdF-Tag fort - so in Hamburg, Westberlin und Bremen. Seit den späten siebziger Jahren findet die VVN in der Naturfreundejugend, der SDAJ, Falken, Jusos, in antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, unter Studenten, in Gewerkschaften und Kirchengruppen neue Bündnispartner. Immer stärker werden auch aktuelle Themen aufgegriffen. Zu Massenveranstaltungen wie in den ersten Nachkriegsjahren oder in der DDR kommt es jedoch nicht.
Bald darauf gerät der OdF-Tag jedoch weitgehend in Vergessenheit. Die Anlässe, zu denen Antifaschisten in der Bundesrepublik der Opfer des Faschismus gedenken und vor einem Wiedererstarken des Neofaschismus warnen, verschieben sich auf Jahrestage wie den 30. Januar, den 8. Mai, den Antikriegstag und den Jahrestag der Reichspogromnacht. Lediglich in einzelnen Städten führt die VVN den OdF-Tag fort - so in Hamburg, Westberlin und Bremen. Seit den späten siebziger Jahren findet die VVN in der Naturfreundejugend, der SDAJ, Falken, Jusos, in antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, unter Studenten, in Gewerkschaften und Kirchengruppen neue Bündnispartner. Immer stärker werden auch aktuelle Themen aufgegriffen. Zu Massenveranstaltungen wie in den ersten Nachkriegsjahren oder in der DDR kommt es jedoch nicht.
Foto: Gedenkfeier der VVN am 7. September 1963 in der Gedenkstätte Plötzensee: Die Polizei entfernt Schleifen von dort niedergelegten Kränzen